29. Oktober 2017

Eine Frage von Generationen

Früher hat man Generationen mit Oma und Opa, Eltern und den Kindern verbunden. „Das war eine ganz andere Generation“, die damals in den Nachkriegsjahren aufgewachsen ist. Soziologen denken längst in viel kürzeren Zeiteinheiten, seitdem sich Wissen, Gewohnheiten und Werte immer schneller ändern. Eine neue Generation entsteht heute ca. alle 10-15 Jahre mit dem Trend zu noch kürzeren Intervallen. 

Wer heute 30 Jahre alt ist kann oft mit der geänderten Lebenswirklichkeit von 15jährigen schon nicht mehr Schritt halten. Zu schnell ändern sich Technologien, Sprachgewohnheiten oder die Mediennutzung. Zwar werden die Leute immer älter, sie werden dafür aber in immer jüngerem Alter „old fashion“.

Die Dynamik der technischen Entwicklung und die globale Vernetzung stellen Wertegemeinschaften vor immer größere Herausforderungen. Was hat überhaupt noch mittelfristig Bestand? Und klingt Langfristigkeit nicht fast schon wie eine Bremse, die jegliche Entwicklung verhindert? 

Vielleicht müssen wir die Menschheitsgenerationen zukünftig in „Gerätegenerationen“ neu denken, wenn von einer „neuen Generation“ gesprochen wird. Waren es früher historische oder kulturelle Gemeinsamkeiten, die eine Generation prägten, sind es heute eher die technischen und digitalen „Communities“, die Generationen schaffen.