„Ich habe einfach zu viele Baustellen gleichzeitig.“

Diesen Satz höre ich in Coachings erstaunlich häufig. Menschen erzählen mir von vollen Kalendern, langen To-do-Listen und dem Gefühl, ständig hinterherzulaufen. Sie springen von Aufgabe zu Aufgabe, beantworten Nachrichten zwischen zwei Terminen, denken beim Abendessen noch über berufliche Probleme nach und nehmen die unerledigten Themen gedanklich mit ins Bett.

Das Merkwürdige daran: Viele dieser Menschen sind nicht deshalb erschöpft, weil sie quantitativ zu viel leisten. Sie sind erschöpft, weil alles dieselbe Bedeutung bekommen hat:

  • Jede E-Mail scheint dringend.
  • Jede Anfrage wirkt wichtig.
  • Jede Aufgabe bekommt innerlich den Status „muss unbedingt sofort erledigt werden“.

Und genau dort beginnt das eigentliche Problem. Denn wenn alles wichtig ist, verliert das Wort „wichtig“ seine Bedeutung.

Unser Gehirn hat eine faszinierende Eigenschaft: Es reagiert besonders stark auf Dinge, die Aufmerksamkeit verlangen. Ein klingendes Handy, eine neue Nachricht oder ein Problem, das gerade auftaucht, erzeugen sofort ein Signal: „Kümmere dich darum.“ Das Problem dabei ist: Unser Gehirn unterscheidet nicht automatisch zwischen dem, was wirklich relevant ist, und dem, was lediglich laut ist.

• Eine Beschwerde im Posteingang fühlt sich oft dringender an als die langfristige Entwicklung eines Projektes.

• Eine spontane Anfrage eines Kollegen bekommt mehr Aufmerksamkeit als die eigene wichtige Aufgabe, die seit Wochen liegen bleibt.

• Ein kleines Problem im Hier und Jetzt verdrängt leicht ein großes Thema, dessen Wirkung erst später sichtbar wird.

Psychologisch betrachtet ist das ein Zusammenspiel verschiedener Denkmechanismen. Unter anderem neigen wir dazu, unmittelbare Anforderungen stärker zu gewichten als langfristige Ziele. Das, was gerade vor uns liegt, bekommt mehr emotionale Energie als das, was eigentlich strategisch wichtiger wäre.

Oder anders gesagt: Das Laute gewinnt häufig gegen das Wichtige.

Vielleicht kennst du diese Situation: Du hast dir für den Tag drei wichtige Aufgaben vorgenommen. Dinge, die dich wirklich weiterbringen würden. Dann passiert Folgendes: Eine Nachricht kommt rein. Ein Kollege braucht kurz deine Hilfe. Eine Kleinigkeit muss noch erledigt werden. Am Ende des Tages warst du unglaublich beschäftigt – und trotzdem hast du nicht das geschafft, was eigentlich entscheidend gewesen wäre. Das Frustrierende daran ist nicht die Menge der Arbeit. Es ist das Gefühl, gearbeitet zu haben, ohne wirklich voranzukommen. Du warst aktiv. Aber nicht unbedingt wirksam.

Der Grund dafür liegt häufig nicht in mangelnder Disziplin. Viele Menschen glauben, sie müssten einfach besser organisiert sein oder sich noch stärker zusammenreißen. Doch manchmal liegt das Problem tiefer: Nicht die Menge der Aufgaben ist das Problem.

Die fehlende Entscheidung darüber, was wirklich zählt, ist das Problem. Denn Prioritäten entstehen nicht dadurch, dass man alles auf eine Liste schreibt und anschließend versucht, möglichst viel davon abzuarbeiten. Vielleicht erinnerst du dich an meinen letzten Denkanstoß zum Thema Entscheidung? Schau nochmal nach, du findest ihn bei meinen Blogbeiträgen….

Prioritäten entstehen durch Verzicht. Und genau dieser Punkt fällt vielen Menschen schwer.

Jede echte Priorisierung bedeutet, etwas bewusst nicht zu tun. Sie bedeutet, eine Möglichkeit auszuschließen. Sie bedeutet, anderen Menschen vielleicht nicht sofort gerecht zu werden. Und sie bedeutet, auszuhalten, dass manche Dinge unerledigt bleiben. Das fühlt sich für viele zunächst falsch an. Schließlich haben wir gelernt: Wer engagiert ist, hilft. Wer zuverlässig ist, reagiert. Wer Verantwortung übernimmt, kümmert sich.

Aber Verantwortung bedeutet nicht, alles zu tragen. Manchmal bedeutet Verantwortung auch, bewusst etwas liegen zu lassen.

Ein kleines, hilfreiches Gedankenexperiment: Stell dir vor, du dürftest morgen nur drei Dinge erledigen. Nicht zehn, nicht zwanzig. Nur drei. Welche wären es? Und jetzt kommt die spannendere Frage: Warum machst du genau diese drei Dinge nicht längst? Die Antwort ist häufig erstaunlich aufschlussreich. Manchmal fehlt nicht die Zeit, manchmal fehlt eher die Klarheit.

Ein übervoller Kalender ist nämlich nicht immer ein Zeichen für hohe Belastung. Manchmal ist er auch ein Spiegel dafür, dass wir Entscheidungen vermeiden. Wir vermeiden die Entscheidung, etwas abzugeben. Wir vermeiden die Entscheidung, jemanden zu enttäuschen. Wir vermeiden die Entscheidung, etwas nicht mehr perfekt machen zu wollen. Und so sammeln sich immer mehr Aufgaben an, bis unser Leben aussieht wie ein Schreibtisch, auf dem jeder Zettel mit einem kleinen Etikett versehen ist: „Kümmere dich um mich.“

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: „Wie bekomme ich noch mehr in meinen Tag hinein?“ Vielleicht lautet sie:

„Was würde passieren, wenn ich aufhören würde, allem dieselbe Bedeutung zu geben?“

Denn Klarheit entsteht nicht dadurch, dass wir mehr aufnehmen. Klarheit entsteht dadurch, dass wir bewusst auswählen.

Denkimpuls zum Mitnehmen:

Wenn sich dein Leben gerade anfühlt wie ein permanenter Spagat zwischen hundert wichtigen Dingen, dann lohnt sich eine ehrliche Prüfung: Sind wirklich hundert Dinge wichtig – oder habe ich nur vergessen, einigen Dingen ihre Wichtigkeit wieder zu nehmen? Denn manchmal entsteht Entlastung nicht dadurch, dass wir mehr schaffen. Sondern dadurch, dass wir endlich entscheiden, was wirklich zählt.

Ob im Straßenverkehr, im Meeting oder beim Blick auf die Nachrichten: Gründe, sich zu ärgern, finden sich im (Berufs-)Alltag schnell. Häufig bleibt der Blick jedoch an dem Gefühl selbst hängen, statt zu fragen, was eigentlich hinter ihm steckt. Coach Horst Lempart betrachtet Ärger im neuen Denkimpuls als Hinweis auf innere Spannungen und verletzte Werte und zeigt, warum der Umgang mit ihm entscheidend ist. (Lesen Sie weiter im Download)

 

Zwei Dinge passieren gleichzeitig und schon wirkt eines wie die Ursache des anderen. Der sogenannte Kausalitätsbias sorgt dafür, dass Menschen Zusammenhänge erkennen, wo womöglich nur Zufall im Spiel ist. Gerade im Unternehmenskontext kann dieser Denkfehler weitreichende Folgen haben. Coach Horst Lempart erklärt, wie sich vorschnelle Ursache-Wirkung-Zuschreibungen hinterfragen lassen. (Lesen Sie weiter im Download)

 

„Mir geht gerade einfach zu viel durch den Kopf.“

Ein Satz, den man inzwischen fast überall hört.

Im Büro, beim Abendessen, zwischen zwei Terminen oder morgens um halb acht mit Kaffeetasse in der Hand. Oft gepaart mit einem Blick, der irgendwo zwischen Müdigkeit, Genervtheit und Heulkrampf liegt.

Natürlich leben wir in einer Zeit mit enorm vielen Reizen, Möglichkeiten und Anforderungen. Unser Gehirn verarbeitet heute deutlich mehr Informationen als noch vor wenigen Jahrzehnten, und allein dieser Dauerbeschuss kostet Energie.

Neuropsychologisch betrachtet ist unser Gehirn nämlich kein Hochleistungsrechner mit unbegrenzter Kapazität, sondern eher ein sparsamer Energieverwalter. Entscheidungen kosten Kraft, weil das Gehirn dabei ständig Optionen bewertet, Risiken einschätzt und mögliche Konsequenzen simuliert.

Das Problem ist allerdings: Viele Menschen sind nicht deshalb erschöpft, weil sie so viele Entscheidungen treffen. Sie sind erschöpft, weil sie Entscheidungen vermeiden.

Das klingt zunächst unfair, fast provokant. Aber slass uns einmal genauer hinschauen:

Wie viele Themen schleppst du innerlich mit dir herum, obwohl längst klar ist, dass etwas entschieden werden müsste?

All diese offenen Schleifen bleiben im Kopf aktiv. In der Psychologie spricht man vom sogenannten Zeigarnik-Effekt: Unerledigte oder unentschiedene Dinge erzeugen mentale Spannung und binden Aufmerksamkeit. Anders gesagt: Dein Gehirn lässt offene Baustellen nur sehr ungern los. Es erinnert dich immer wieder daran – subtil oder mit der Penetranz eines Rauchmelders morgens um drei.

Und genau deshalb fühlen sich viele Menschen dauerhaft überfordert, obwohl sie objektiv gar nicht zu viel tun. Sie tragen schlicht zu viele unentschiedene Themen mit sich herum.

Das Interessante daran: Nichtentscheiden fühlt sich kurzfristig oft angenehmer an als entscheiden.

Wer keine klare Entscheidung trifft, hält sich Möglichkeiten offen.

Wer sich nicht festlegt, muss kein Risiko eingehen.

Und wer Situationen möglichst lange in der Schwebe hält, kann sich wunderbar einreden, dass „noch nicht der richtige Zeitpunkt“ gekommen sei.

Das Gehirn liebt solche Strategien, weil sie kurzfristig Stress reduzieren. Langfristig erzeugen sie allerdings genau das Gegenteil: innere Daueranspannung. Man könnte es auch härter formulieren: Viele Menschen tarnen ständiges Aufschieben mit angeblichem Nachdenken.

 

Sie nennen es Abwägen, obwohl sie eigentlich vermeiden.

Sie nennen es Offenheit, obwohl sie Angst vor Konsequenzen haben.

Und sie nennen es Überforderung, obwohl ihnen häufig vor allem die Entschlossenheit fehlt.

 

Natürlich gibt es Entscheidungen, die schwierig sind. Manche haben echte Konsequenzen und verdienen sorgfältiges Nachdenken. Aber erstaunlich viele Alltagsentscheidungen werden nicht deshalb verschleppt, weil sie so komplex wären, sondern weil jede Entscheidung bedeutet, auf etwas anderes zu verzichten. Und genau da beginnt der innere Widerstand.

Denn jede klare Entscheidung produziert automatisch ein kleines unangenehmes Gefühl: Unsicherheit. Vielleicht sogar Bedauern. Das Problem ist nur, dass Menschen oft versuchen, dieses Gefühl vollständig zu vermeiden – und sich damit in einen Zustand permanenter mentaler Unruhe manövrieren.

Die Ironie dabei: Wer keine Entscheidung trifft, hat trotzdem entschieden. Nur eben für Stillstand, Energielecks und dauerndes inneres Hintergrundrauschen.

Vielleicht besteht mentale Entlastung deshalb nicht nur darin, weniger Termine zu haben oder öfter „Nein“ zu sagen. Vielleicht beginnt sie viel früher – nämlich an der Bereitschaft, Dinge klarer zu entscheiden und die damit verbundene Unsicherheit auszuhalten.

Denn Klarheit spart erstaunlich viel Energie.

Auch dann, wenn die Entscheidung zunächst unbequem ist.

Denkimpuls zum Mitnehmen:

Vielleicht bist du nicht deshalb so erschöpft, weil du zu viele Entscheidungen treffen musst. Vielleicht bist du erschöpft, weil du zu viele Entscheidungen seit Wochen, Monaten oder sogar Jahren mit dir herumschleppst, ohne sie wirklich zu treffen.

 

Im Training wirken manche Impulse zwar sofort einleuchtend, im (Berufs-)Alltag bleiben sie dann aber oft folgenlos. Coach Horst Lempart beschreibt im neuen Denkimpuls, welche psychologischen Bremsen zwischen Wissen und Tun liegen: von negativen Erwartungen über Ungeduld bis zur schlichten Fehlanwendung. Und er erinnert daran, den Blick nicht nur auf die Teilnehmenden zu richten, sondern auch auf die eigene Verantwortung im Transfer. (Lesen Sie weiter im Download)

 

Die im Coaching verbreitete Fokussierung auf Ziele gilt als zentraler Hebel für Veränderung. Sie kann aber auch in die Irre führen. Coach Horst Lempart zeigt im neuen Denkimpuls, warum vorschnell formulierte Zielaussagen häufig an tieferliegenden Motiven vorbeigehen und welche Fragen stattdessen helfen, den eigentlichen Anliegen von Coachees näherzukommen. (Lesen Sie weiter im Download) 

Zeit wird in Workshops oft nicht genutzt, sondern gefüllt. Dann verzettelt sich die Gruppe in Diskussionen, verliert sich in Varianten und Abwägungen – und am Ende steht ein Ergebnis, das auch in der Hälfte der Zeit möglich gewesen wäre. Coach Horst Lempart erklärt anhand des Parkinson’schen Gesetzes, wie produktive Knappheit Fokus und Prioritäten schärft und Entscheidungen erleichtert: mit klar begrenzten Zeitfenstern und einem gewissen Mut zur Unvollständigkeit. (Lesen Sie weiter im Download)
Kennst du diese Momente, in denen du dir vornimmst, etwas wirklich anders zu machen? Klarer zu kommunizieren, konsequenter zu handeln oder dich endlich aus einer bestimmten Situation zu lösen – und am Ende landest du doch wieder genau da, wo du schon mehrfach warst? Es ist eine Art „lebenserhaltender Kreislauf“ ein Habitation-Loop. 

Es ist immer derselbe Ärger, nur mit jeweils leicht verändertem Anlass.
 Es sind ähnliche Gespräche, die sich anfühlen wie Kopien mit kleinen Variationen.
 Und es sind Gedanken, die dir vertraut vorkommen, obwohl du dir sicher bist, dass du „eigentlich schon weiter“ sein müsstest.
Das Ganze hat einen Haken: Es fühlt sich nicht wie Stillstand an, sondern wie Bewegung. Du reflektierst, du denkst nach, du nimmst dir Dinge vor – und genau deshalb übersiehst du leicht, dass du dich in Wahrheit in einer ziemlich stabilen Schleife bewegst. Zu viel Nachdenken und Grübeln ist wie Schaukeln: Du bist zwar in Bewegung, kommst aber keinen Schritt weiter.
 

Der Grund dafür ist selten mangelnde Einsicht, sondern eher ein ziemlich zuverlässiger Mechanismus: dein blinder Fleck.

Damit ist kein mysteriöses Konstrukt gemeint oder ein Orakel aus Harry Potter, sondern der Teil deiner Wahrnehmung, in dem du deine eigene Beteiligung systematisch unterschätzt, während dir die Fehler der anderen sehr klar und differenziert auffallen. Genau dort entsteht diese irritierende Mischung aus Überzeugung und Wiederholung: Du bist dir sicher, dass du angemessen reagierst – und produzierst dabei immer wieder ähnliche Ergebnisse. Dabei gilt: Wer tut, was er immer tut, bekommt, was er immer bekommen hat. Und „mehr vom Selben“ bringt eben selten neue Ergebnisse. 

Ein klassisches Beispiel dafür zeigt sich in zwischenmenschlichen Situationen: Jemand fühlt sich von seinem Umfeld nicht ernst genommen und reagiert darauf, indem er seine Argumente noch ausführlicher darlegt, seine Position noch deutlicher macht und noch mehr Energie in die Erklärung steckt. Aus seiner Sicht ist das absolut nachvollziehbar – schließlich will er verstanden werden. Auf der anderen Seite kommt jedoch oft etwas ganz anderes an: Druck, Belehrung oder ein subtiler Rechtfertigungszwang. Die Folge ist Distanz. Und diese Distanz bestätigt wiederum die ursprüngliche Annahme: „Man nimmt mich nicht ernst.“

Was hier passiert, ist keine Pechsträhne, sondern ein Muster, das sich selbst stabilisiert. Der blinde Fleck sorgt dafür, dass du dein Verhalten als Reaktion interpretierst, obwohl es in Wirklichkeit ein ziemlich konstanter Beitrag zu genau dem Ergebnis ist, das du eigentlich vermeiden möchtest.

Das ist der Punkt, an dem es unbequem wird, weil er eine Perspektivverschiebung verlangt, die wir gerne umgehen: Weg von der Frage, warum uns bestimmte Dinge immer wieder passieren, hin zu der deutlich herausfordernderen Frage, welchen Anteil wir selbst daran haben, dass sie genau so passieren. Der Vorteil: Wenn wir am Problem beteiligt sind, sind wir auch Teil der Lösung. 
Die Frage ist deshalb so wirkungsvoll, weil sie sich nicht mit allgemeinen Antworten zufriedengibt. Sie zwingt dich dazu, im konkreten Moment hinzuschauen – also genau dann, wenn du innerlich längst überzeugt bist, im Recht zu sein und eigentlich nur noch darauf wartest, dass die andere Seite es endlich einsieht.

Genau dort liegt der blinde Fleck besonders gut versteckt, weil er sich mit einem sehr angenehmen Gefühl tarnt: dem Gefühl, die Situation im Griff zu haben und richtig zu liegen. Wenn du beginnst, an dieser Stelle genauer hinzuschauen, verändert sich etwas Entscheidendes. Du steigst nicht mehr automatisch in die nächste Runde deiner gewohnten Schleife ein, sondern bekommst zumindest die Chance, sie zu unterbrechen. Nicht, weil du plötzlich alles anders machst, sondern weil du erkennst, dass dein bisheriges „Andersmachen“ oft nur eine Variation desselben Musters war.

Denkimpuls zum Mitnehmen:
Wenn sich bestimmte Situationen in deinem Leben auffällig ähneln, lohnt es sich, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass es weniger mit den Umständen zu tun hat als mit einem Muster, das du selbst – meist unbewusst – stabil hältst. Die entscheidende Frage ist dann nicht mehr, wie du das Problem endlich loswirst, sondern was du bisher zuverlässig dazu beiträgst, dass es bleibt.
 
Wenn Klientinnen und Klienten im Coaching Wesentliches verschweigen, kann Vertraulichkeit zur Falle werden: Der Prozess läuft weiter, das womöglich Entscheidende bleibt aber tabu. Coach Horst Lempart zeigt im neuen Denkimpuls, wie Coachs dabei zwischen Loyalität und Komplizenschaft geraten. Sein Plädoyer: Vertraulichkeit so rahmen, dass Coaching nicht zur Beichte wird, sondern auch mit Leerstellen funktionieren kann.  (Lesen Sie weiter im Download)

Warum der Spaß an der Arbeit verloren geht – und wie er zurückkommt.

Als Felix von Cube Ende der 1990er-Jahre seine „Lust an Leistung“ beschrieb, war die Welt überschaubarer. Führung ließ sich noch mit Naturmetaphern erklären, Motivation mit Anstrengungsbereitschaft, und wer Leistung zeigte, durfte relativ sicher sein, dass sie gesehen – und belohnt – wurde.

Heute, gut ein Vierteljahrhundert später, wirkt diese Logik wie ein Faxgerät im Glasfaserzeitalter: technisch faszinierend, aber kaum noch anschlussfähig. Denn viele Menschen empfinden nicht Lust, sondern Frust auf Leistung. Und das liegt nicht daran, dass sie bequemer geworden wären. Es liegt daran, dass sich die Spielregeln verändert haben.

Wenn Leistung sich nicht mehr lohnt (Lesen Sie den ganzen Beitrag im Download)

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