Persönlichkeiten und Unternehmen neigen dazu, sich stabil zu halten. Das scheint ökonomisch sinnvoll. Allerdings verfolgen sie dieses Prinzip auch, wenn die Kacke bereits heftig am Dampfen ist. Viele Menschen ziehen das bekannte Leid der unbekannten Lösung vor. Sie sehen sich als Opfer der Umstände, des Wettbewerbs, der Familie oder der Politik. Dadurch entstehen ganze Sündenbock-Populationen. Da sie sich ohnmächtig fühlen, werden sie behandelt – von denen, die an ihrer Stelle Entscheidungen treffen.
Störungen sind der Dünger, auf dem Sie Lernerfahrungen sammeln können. Sie regen Veränderungen an. Störungen machen auf Unterschiede aufmerksam zu den bisherigen Verhaltensmustern. Das Problemerleben wird systematisch infrage gestellt. Probleme, oder was Sie dafür halten, drücken sich durch Symptome aus. Symptome sind aber nichts weiteres als erste Bewältigungsversuche. Was stört ist der Umgang mit Ihnen, nicht die Reaktion selbst.
Bei mir haben Störungen Vorrang.
Ihr Horst Lempart
Der Persönlichkeitsstörer
„Ich will alles – und zwar sofort.“ Was Gitte Haenning einst mit einem Augenzwinkern sang, ist heute zur heimlichen Lebensmaxime geworden. Es ist, als hätte sie damals das Lebensgefühl der Gegenwart vorausgeahnt: den Omnismus, das Syndrom des „Alles-haben-und-auf-nichts-verzichten-Müssens“ Nur: Das Augenzwinkern ist verschwunden. (Lesen Sie weiter im Download)
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