Persönlichkeiten und Unternehmen neigen dazu, sich stabil zu halten. Das scheint ökonomisch sinnvoll. Allerdings verfolgen sie dieses Prinzip auch, wenn die Kacke bereits heftig am Dampfen ist. Viele Menschen ziehen das bekannte Leid der unbekannten Lösung vor. Sie sehen sich als Opfer der Umstände, des Wettbewerbs, der Familie oder der Politik. Dadurch entstehen ganze Sündenbock-Populationen. Da sie sich ohnmächtig fühlen, werden sie behandelt – von denen, die an ihrer Stelle Entscheidungen treffen.
Der stärkste Motor des Lebens ist die Störung. Störungen sind der Dünger, auf dem Sie Lernerfahrungen sammeln können. Sie regen Veränderungen an. Störungen machen auf Unterschiede aufmerksam zu den bisherigen Verhaltensmustern. Das Problemerleben wird systematisch infrage gestellt. Probleme, oder was Sie dafür halten, drücken sich durch Symptome aus. Symptome sind aber nichts weiter als erste, ungeschickte Lösungsversuche. Was stört ist der Umgang mit Ihnen, nicht der Versuch selbst. Was ist bei Ihnen typisch und symptomatisch?
Bei mir haben Störungen Vorrang.
Ihr Horst Lempart
Der Persönlichkeitsstörer
Nie konnten wir mehr Entscheidungen treffen als heute: Berufs- und Partnerwahl, Wohn- und Urlaubsort, Einkauf, Jobwahl. Die Optionen scheinen endlos. Doch die Freiheit der Wahl bezahlen wir mit der Qual an Möglichkeiten. Was ist die beste Option? Soll ich mich jetzt schon festlegen, obwohl vielleicht noch etwas Besseres kommt? Wie können wir handlungsfähig bleiben, wenn […]
weiter lesen